Montag, 18. August 2014

Rezension: "Wie wir uns aus Versehen verliebten" von Kristen Tracy

Allgemeine Infos:
Verlag:
cbj
Reihe: nein
Originaltitel: How We Met And Other Accidents
Erscheinungsdatum: 23.06.2014
Seitenzahl: 205
ISBN9783570158012


Klappentext:
Bei Anruf Herzklopfen

Als Lucy die falsche Nummer wählt, landet sie ausgerechnet bei Highschoolflirt James Rusher in der Leitung. Auf Anhieb haben die beiden einen guten Draht zueinander: Was als Versehen begann, setzt sich mit Anrufen von früh bis spät fort. Im wirklichen Leben sind sich Lucy und James nie begegnet. Doch bald vertrauen sie sich Dinge an, die nicht einmal ihre engsten Freunde wissen. Als James endlich ein Treffen vorschlägt, willigt Lucy zögerlich ein – und dann versetzt James sie …


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Das Cover finde ich ganz niedlich und irgendwie passt es entfernt auch zum Inhalt. Jedenfalls passt es zum Titel und der passt sehr gut zum Buch. Der Klappentext ist gut gewählt, macht neugierig und verrät nicht all zu viel.

...Grundidee & Verlauf:
Die Geschichte beginnt ziemlich unmittelbar mit Lucys Anruf bei einem Schildermacher, der ihre Bestellung einfach nicht schickt. Bald schon stellt sich heraus, dass die Nummer vom Schildermacher neu vergeben wurde, nämlich an James. Und so wird aus der vermeintlichen Verwechslung ein reger Austausch zwischen den Beiden.
Die Idee ist ziemlich ähnlich wie "Gut gegen Nordwind" nur eben mit Telefonaten statt Mails und sozusagen in der Jugendversion: Keine wundervolle poetische Sprache und lange Mails, dafür kurze und gekonnte Schlagabtausche zwischen den Beiden, die einfach so herrlich erfrischend waren.
Vom Erzähltempo her war es wirklich angenehm. Obwohl manchmal eigentlich nichts wirklich passiert ist, habe ich die Dialoge wirklich gern gelesen, weil ich den Umgang der Beiden miteinander so schön fand.
Es gab einige unerwartete Wendungen, die der Geschichte noch mal sehr gut getan haben, da es sogar etwas spannend war, im Gegensatz zu vorher.
Mit dem Ende bin ich vollkommen zufrieden, auch wenn ich es anders erwartet hätte, gefällt es mir so doch ziemlich gut!

...Schreibstil:
Zum Schreibstil kann ich gar nicht so viel sagen, außer dass er angenehm leicht war. Immerhin bestand das Buch nur aus Telefonaten, also müssen es recht kurze Sätze sein. Es ließ sich sehr schnell und leicht lesen.

...Charaktere:
Auch wenn das ganze Buch nur aus Telefonaten besteht, erfährt man doch so einiges über die Charaktere. Lucy und James waren mir unheimlich sympathisch, auch wenn es bei James einen Moment länger gedauert hat. Beide haben sozusagen ihr Päckchen zu tragen, was sie unterscheidet aber auch irgendwie verbindet.
Auch wenn man nur so am Rande etwas von den Nebencharakteren erfährt, fand ich sie durch aus gelungen und von jedem war etwas dabei.


Fazit:
Die Jugendbuchversion von "Gut gegen Nordwind" - herrlich erfrischend und passend für den Sommer! Ein tolles Buch, wenn auch nicht einzigartig von der Idee her, dass von den Schlagabtauschen der Protagonisten lebt und so mit Witz und Humor, aber auch einer großen Ernsthaftigkeit überzeugen kann. Der Schreibstil ist einfach super angenehm und die Seiten fliegen nur so dahin. Neben einer Liebesgeschichte geht es auch um einige ernsthafte Themen, die Spannung in die Dialoge bringen.
Ich empfehle dieses Buch jedem, der ein leichtes Jugendbuch für den Sommer sucht, mit einer zarten Liebesgeschichte und einem gewissen Maß an Spannung! Oder jedem, der Telefonromane mag!

1 Kommentar:

  1. Das klingt ja sehr süß. Wie alt sind die Protas denn? :o

    Liebe Grüße
    Sarah

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