Sonntag, 20. Juli 2014

Rezension: "Die unverhofften Zutaten des Glücks" von Deborah McKinlay

Allgemeine Infos:
Verlag:
Heyne
Reihe: nein
Originaltitel: That part was true
Erscheinungsdatum: 03.03.2014
Seitenzahl: 285
ISBN9783453269057


Klappentext:
Ein Rezept zum Verlieben

Aus einer Laune heraus schreibt die Britin Eve dem amerikanischen Bestsellerautor Jack Cooper einen Leserbrief. Und er antwortet! So beginnt eine wunderbare Freundschaft. Beide teilen die große Leidenschaft für das Kochen und gutes Essen – und beide stecken mitten in einer existenziellen Lebenskrise. Sie spenden sich gegenseitig vorsichtig Trost und Rat, wodurch ihre Beziehung immer inniger wird. Schließlich schlägt Jack ein Treffen in Paris vor. Doch das, fürchtet Eve, kann niemals stattfinden . . .


Meinung zu...

...Cover, Titel, Klappentext, Gestaltung:
Irgendwie hat mich das Cover sofort in seinen Bann gezogen, weil es so schön sommerlich aussieht und mit der tollen Schrift. Die einzelnen Elemente passen übrigens super zum Inhalt. Auch den Titel finde ich wunderschön und bekommt im Buch eine tolle Bedeutung. Der Klappentext macht neugierig, aber leider verrät er auch schon etwas zu viel.

...Grundidee & Verlauf:
Bereits nach den ersten beiden Seiten war ich von der Geschichte schon in ihren Bann gezogen. Denn direkt zu Anfang findet man den Brief von Eve an Jack und die Antwort darauf. Danach war ich total gespannt, was das Buch noch für mich bereit halten wird und ob sich mehr aus diesem Briefwechsel entwickeln wird, der Klappentext deutete was in die Richtung an.
Darauf hin lernt man Jack und sein Leben kennen und bekommt schon mal einen guten Eindruck. Wenig später erhält man auch schon einen Einblick in Eves Leben, was sich erst mal ziemlich unterscheidet, da sie zwei grundverschiedene Menschen sind.
Immer abwechselnd wird das Leben von den beiden erzählt und ab und zu gibt es mal einen Brief oder eine Mail, wo sie von ihrem Leben erzählen. Teilweise wusste man das schon, oder es ist neu. Die beiden schreiben ziemlich viel übers Kochen, geben sich Tipps und Anregungen, tauschen Rezepte aus. Auch wenn es abwegig scheint, hat es bei beiden immer etwas mit ihrem Leben bzw ihrer Situation zu tun und das Kochen ist sozusagen Ablenkung oder Therapie.
Die Idee finde ich wirklich schön und ich mochte die Briefe bzw Nachrichten zwischen den Beiden sehr gern. Der Klappentext vermittelt etwas, was das Buch nicht bieten kann, dafür schildert es etwas anderes. Zwischenzeitlich ist bei keinem von beiden etwas passiert, aber irgendwie war es trotzdem schön, etwas über ihr Leben zu erfahren.
Besonders gelungen fand ich das Ende, das hätte wirklich nicht besser sein können. Auch wenn man sich kurz vorher denkt, wie und das war es jetzt, hält das Ende noch eine tolle Überraschung bereit und ich fand es sehr gelungen. Da durch ist die Geschichte wirklich noch mal zu etwas besonderem geworden.

...Schreibstil:
Für mich war der Schreibstil in Ordnung aber nichts besonderes. Die Briefe fand ich sehr gut, also richtig schön geschrieben. Was ich etwas schade fand war, dass nicht gekennzeichnet war, wessen Perspektive das nun ist. Besonders wenn es aus Sicht von Eves Tochter war, habe ich das meist erst etwas später gemerkt.
Ansonsten ließ es sich gut und zügig lesen.

...Charaktere:
Jack und Eve - auf den ersten Blick grundverschieden, doch trotzdem verbindet sie etwas. Jeder der beiden hat zwar sein eigenes Päckchen zu tragen, aber irgendwie sind sie doch gar nicht so unterschiedlich.
Genauer möchte ich gar nicht auf die beiden eingehen, außer dass ich sie sehr sympathisch und liebenswürdig fand.


Zitate:
"Das kannst du gut, und am Ende ist es das, was man gut kann, was einem Freude macht und das Gefühl gibt, man selbst zu sein." (S. 227)

"Wenn du darauf wartest, dass das Leben zu dir kommt und dich morgens aus dem Bett holt, dann kannst du lange warten. Du musst irgendwie weitermachen." (S. 239)


Fazit:
Eine schöne Geschichte, mit der man sich einfach wohlfühlt!
Die Idee konnte mich vollkommen überzeugen, diese Brieffreundschaft, die für beiden einfach ziemlich wichtig wird! Besonders gefallen haben mir ihre Briefe, auch wenn sie manchmal nur kurz waren.
Obwohl ich etwas anderes von der Geschichte erwartet habe, bin ich nicht wirklich enttäuscht. Es war keine typische Liebesgeschichte, eher eine über Freundschaft!
Auch wenn in diesem Buch nicht viel passiert ist, habe ich mich wohlgefühlt und besonders gefallen hat mir das Ende!
Ich empfehle dieses Buch jedem, der einen tollen Roman für den Sommer sucht, in dem es um Freundschaft, Kochen und das Leben geht!

1 Kommentar:

  1. Eine sehr schöne Rezension. Manchmal ist ein "unaufgeregtes" Buch auch genau das richtige. Wünsche dir noch einen schönen Sommer ;)

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