Mittwoch, 22. Januar 2014

Leserunde: "Eine handvoll Worte" von Jojo Moyes bei Lottas Bücher


Solltet ihr dieses Buch noch nicht selbst gelesen haben und es noch wollen, lest bitte nicht weiter! Es besteht erhöhte Spoilergefahr!

Abschnitt 1 (S. 7 - 143 / Kapitel 1-5)

Der erste Abschnitt ist gelesen und das erste Fazit somit fällig.
Als ich den Prolog gelesen hatte, dachte ich, musst du unbedingt weiterlesen. Ich finde Ellie sehr sympathisch, wenn auch etwas naiv. Aber mir gefällt ihre Geschichte. Dann findet sie den ersten Brief und ich war total gespannt, mit der eigentlichen Geschichte anzufangen, die ja schon im Klappentext erwähnt wurde.
Ich hatte erwartet, dass es immer ein Kapitel von Ellie und ein Kapitel von Jennifer gibt, aber dem war überhaupt nicht so.

Auch Kapitel 1 fand ich wirklich gut. Ich konnte mich sehr gut in Jennifer hineinversetzen und ihre Situation nachvollziehen. Besonders gut hat mir der veränderte Schreibstil gefallen, passend zum Zeitsprung von heute zu den 60er Jahren.
Als ich mit Kapitel 2 begonnen habe, hatte ich aber wieder vergessen, dass von ihrem Mann, den ich total unsympathisch finde, die Rede war. Es sind im ersten Kapitel einfach viel zu viele Personen mit ähnlichen Namen vorgekommen und dann noch die Nachnamen dabei. Das hat mich doch etwas überfordert. Ich verwechsel zu dem immer Ellies Arbeitsplatz mit Laurence Stirlings Büro und bin dann immer sehr verwirrt.

Allerdings habe ich vor ca 50 Seiten den Eindruck gewonnen, zu ahnen, in welche Richtung die Geschichte geht. Das Kapitel, wo Anthony auftauchte, fand ich seltsam, weil ich anfangs nicht verstehen konnte, was er damit zu tun hat. Weiß ich jetzt allerdings. Mir ist leider auch erst im Nachhinein aufgefallen, dass das ganze sozusagen eine Rückblende war. Das war nirgends gekennzeichnet, was es beim Lesen doch erschwert.
Der Diskussion bei diesem Dinner konnte ich nur schwer folgen, außerdem fand ich sie langweilig.

Aber in Kapitel 5 habe ich endgültig in die Geschichte gefunden und ich liebe die Dialoge zwischen Anthony und Jennifer. Dieser Sarkasmus ist einfach herrlich! Davon will ich im Laufe des Buchs unbedingt mehr lesen, aber auch unbedingt wieder von Ellie.

Insgesamt fand ich den Einstieg ins Buch ganz ok. An einigen Stellen konnte es mich nicht wirklich packen oder hat mich ziemlich verwirrt. Dennoch bin ich auf den weiteren Verlauf gespannt und ich denke, dass es jetzt besser wird. Ich freue mich darauf zu erfahren, ob Anthony wirklich der Briefeschreiber "B" ist und was es mit Jennifers Mann auf sich hat und vor allem mit ihrem Autounfall. Aber ebenso die Verbindung zwischen Jennifer und Ellie.

Abschnitt 2 (S. 145 - 249 / Kapitel 6-10)

Also ich zunächst einmal habe ich das Gefühl, dass immer mehr Personen hinzu kommen und ich die bald gar nicht mehr zuordnen kann. Der Punkt hat sich nicht verbessert.

Jedoch bin ich mittlerweile gut in der Geschichte drin und verwechsel nicht mehr Ellies mit Laurence Arbeitsplatz. Auch wenn die Zeitsprünge immer noch nicht gekennzeichnet sind, komme ich doch etwas besser damit klar.

Die anfangs so tollen Gespräche zwichen Jenni und Anthony haben sich geändert und sie sind in ihrer Beziehung weiter gekommen. Auch wenn ich den Sarkusmus der Gespräche vermisse, finde ich die Entwicklung sehr schön, auch dass er sie zunächst "abgelehnt" hat.
Mittlerweile weiß man sicher, dass die Briefe von Toni sind und das 'B' für Boot steht. Aber die Unschweife über "Bär" fand ich gut eingestreut.

Laurence wird mir immer unsympathischen durch sein ganzes Verhalten. Erst zu Ende vom Abschnitt hat er mir gefallen, weil er mal normal mit Jenni geredet hat. Aber ob das die Wahrheit ist? Ich bin total bestürzt über Boots angeblichen Tod, hatte sowas am Anfang aber kurz mal geahnt und wieder vergessen. Aber leider sind bei dieser Nachricht die Tränen ausgeblieben.
Ich bin gespannt, wie Jenni diese Nachricht verarbeiten wird.

Wie sich das zwischen Moira und Laurence entwickelt hat, fand ich billig und klischeehaft. Ich kann sie zwar verstehen, aber ich mag sie einfach nicht, weil sie ihm so in den Arsch kriecht. Da hat sie das auch nicht verdient.

Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte weiter gehen wird. Ist Boot wirklich tot und sagt Laurence somit die Wahrheit? Wann kommt Ellie wieder ins Spiel?


Abschnitt 3 (S. 251 - 361 / Kapitel 11-15)

Mittlerweile bin ich richtig gefesselt von der Geschichte.

Die Rückblende zur Nacht von Jennis Unfall finde ich sehr gelungen, weil vieles klar geworden ist. Unter anderem auch dass Boot nicht mit im Auto saß. Es blieb also weiterhin fraglich, ob er wirklich tot ist.

Plötzlich sind vier Jahre vergangen, was zu meiner Freude gekennzeichnet war. Jenni geht mit Laurence zu einem Empfang, wo sie eigentlich keine Lust zu hat. Doch dann sieht sie Boot und nicht nur sie kann es kaum glauben sondern auch ich. Mit dieser Wendung hatte ich überhaupt nicht gerechnet, aber es hat mich unheimlich gefreut.

Das erste Gespräch zwischen ihnen ist zwar etwas distanziert, aber das hat mir sehr gut gefallen. Immer hin waren vier Jahre vergangen, sie dachte, er sei tot und er dachte, sie habe sich gegen ihn entschieden.

Als Boot dann die Nachricht von ihr bekommt, sich zu treffen, habe ich mich total gefreut und war gleichermaßen gespannt, wie es sein würde.
Ich war von Jenni enttäuscht, weil sie so distanziert gewirkt hat und Boot so offen und ehrlich war.
Als sie später die Tabletten vernichtet hat, war ich richtig stolz auf sie und dachte, dass kann nur ein gutes Ende nehmen.

Meine Freude, als sie im Hotel aufgetaucht ist, war fast grenzenlos und ihre ersten Worte zu Boot fand ich so schön und ehrlich, dass ich wirklich schlucken musste.
Ich war genau so enttäuscht wie Boot, als sie dann so plötzlich gehen musste. Ich hätte nie damit gerechnet, dass sie ein Kind hat. Das hat mir aber gezeigt, wie vernünftig sie ist, sich weiter um das Kind zu kümmern und nicht einfach mit Boot zu gehen. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass sie sich trotzdem auf Boot eingelassen hat, immer hin hat sie ihn mal geliebt und das nach dem Unfall wiederentdeckt.

Zum ersten Mal habe ich Mitleid mit Moira empfunden, als sie versetzt wurde. Ihre wichtigste Instanz, die Arbeit und ihr Chef, haben sie plötzlich enttäuscht. Am liebsten wäre ich ihr um den Hals gefallen vor Freude, dass sie Jenni die Akte und vor allem den Brief gegeben hat.
Aber wie kann Laurence (ich kann ihn nicht Larry nennen) bitte so ein hinterhältiger Mistkerl sein? Wie er mit Jenni umgeht und dann auch noch mit Moira, daran hatte ich mich ja mittlerweile gewöhnt. Aber dann noch die ganzen Asbest-Toten zu vertuschen, finde ich schon ein sehr bedenkliches Verhalten..

Niemals hätte ich damit gerechnet, dass Jenni sich da durch so schnell entscheidet, Laurence zu verlassen. Als sie erfährt, dass Boot schon im Kongo ist, war ich echt traurig. Dass die Akte dann einfach im Archiv gelandet ist, fand ich wirklich schlimm für Jenni und Boot...

Hatte ich schon erwähnt, dass ich Mrs. Cordoza total toll finde? Ich liebe sie und ihre herzliche Art und wie sie Jenni zur Flucht verhilft und ihr sogar den Koffer packt <3

Es gab viele emotionale Wendungen, bei denen ich gern geweint hätte, aber nicht konnte.
Damit hat mich das Buch bisher wirklich überrascht und ich fürchte fast, dass die Geschichte der beiden vorbei ist, und es nun mit Ellie weiter geht. Ja, ich weiß, dass ich mir das anfangs total gewünscht habe, aber jetzt bin ich so schön in den 60ern... xD


Abschnitt 4 (S. 363 - 463 / Kapitel 16-20)

Die Geschichte rund um Ellie, die wir ja schon aus dem Prolog kennen, geht weiter. Auch wenn ich sehr gern bei Jenny geblieben wäre, gefällt es mir bei Ellie doch ganz gut. Der Schreibstil hat sich entsprechend der Zeit verändert und plötzlich stehen auch ganz andere Probleme im Vordergrund.

Ellie will im Archiv nach weiteren Briefen suchen. Dabei bittet sie Rory, ihr zu helfen. Anfangs hatte ich ihn mir älter vorgestellt, aber er ist mir richtig sympathisch. Die Unterhaltungen zwischen den beiden sind so leicht und unbefangen.
Hingegen finde ich John total unsympathisch, alleine wegen seinen Nachrichten. Ich, an Ellies Stelle, hätte schon längst mit ihm Schluss gemacht, wie ihre Freunde ihr das auch schon geraten haben.
Als sie die Mail an ihn schreiben wollte, habe ich so gehofft, dass sie sie unbedingt abschickt und war enttäuscht und wütend, dass sie es nicht getan hat.

Nachdem sie den Brief an Jenny geschrieben hatte, war ich so unglaublich froh, dass Jenny angerufen hat und sich mit ihr treffen wollte.
Die Unterhaltung der Beiden fand ich wirklich schön. Sie verstehen sich so toll!

Anschließend folgte wieder eine Rückblende, die natürlich nicht gekennzeichnet war. Aber es war trotzdem klar. Dieses Kapitel hat mich wirklich mitgenommen, weil sie einfach nicht in den Kongo gelangen konnte und wieder nach Hause fliegen musste.

Diesen Abschnitt fand ich gut gelungen, vor allem den veränderten Schreibstil. Besonders gefällt mir, dass Jenny wieder aktiv eine Rolle spielt.
Für das letzte Kapitel hoffe ich natürlich auf ein Happy End: Ellie trennt sich von John und entscheidet sich für Rory. Und Boot soll wieder auftauchen, dass es auch für die beiden endlich ein Happy End gibt!


Abschnitt 5 (S. 465 - 573 / Kapitel 21-26)

Das letzte Fazit und mir fehlen ein wenig die Worte..

Endlich endlich hat Rory Ellie gezeigt, was er für sie fühlt. Und ausgerechnet dann muss John auf den AB sprechen?! Da meldet er sich sonst nicht, aber genau dann?
Ok das war schon etwas klischeehaft, aber ich konnte Rory in dem Moment sehr gut verstehen.
Dass Ellie sich aber danach trotzdem noch für John interessiert hat, hat mich wahnsinnig gemacht. Wie kann sie denn so blöd und naiv sein?

Oh mein Gott ich hätte nie damit gerechnet, dass Boot im Archiv arbeiten und dass sein Chef so fies war, und ihm nie von Jennis Brief erzählt hat. Ich hätte wirklich gedacht, Boot sei im Kongo gestorben.
Das Kapitel aus seiner Sicht fand ich gut, wenn auch irgendwie schwierig zu lesen. Aber es hat natürlich die letzten Fragen gelöst und die Vergangenheit komplett gemacht.

Und endlich endlich hat Jenni doch mit John Schluss gemacht. Den letzten Dialog zwischen den beiden fand ich klasse, wirklich gut gelungen!

Mein lang ersehntes Happy End ist genau so eingetroffen, wie erhofft: Jenni und Boot treffen sich und Ellie fährt zu Rory.
Aber ich musste einfach nicht weinen. Ich hätte so gern vor Freude, Erleichterung und meinen eigenen Wünschen geweint, aber es ging einfach nicht..

Übrigens hätte ich gern Ellies Artikel einmal komplett gelesen. Oder ergeben die Einschübe zwischen den Kapiteln den Artikel? Sehr gut, dass sie plötzlich gemerkt hat, was wichtig in ihrem Leben ist und diesen Artikel geschrieben hat.

Insgesamt ein toller letzter Abschnitt, bei dem ich aber leider nicht weinen musste.
Mehr Fazit und Meinung gibt es dann in meiner Rezension :)

Kommentare:

  1. Hey meine Liebe!
    Hach da ging es dir ja wirklich wie uns allen ^^ ich muss sagen, ich habe wirklich haar genau die gleichen Sachen gedacht wie du :D schon lustig.
    Ich bin sehr gespannt, wie dir der zweite Abschnitt gefallen wird. Ich starte jetzt dann mal in den dritten ;)

    Liebst, Lotta

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  2. *lach*
    Wenn ich es recht in Erinnerung habe, haben wir echt alle beim ersten Abschnitt dasselbe empfunden. :)
    Es wird auf jeden Fall noch besser. Man gewöhnt sich an das Geschreibsel und ist schon bald mitten in der Geschichte, die mir wirklich gefällt.
    Ich bin mittlerweile ein Kapitel vom vierten Abschnitt entfernt und wollte gestern das Buch eigentlich gar nicht zur Seite legen, aber wie man an der Uhrzeit sieht: Ich habe Frühschicht und musste mich irgendwann zwingen das Licht aus zu machen und zu schlafen.
    Bin gespannt, wie dir der zweite Abschnitt gefällt.
    GLG
    Kitty
    P.S. Ja "Flitterwochen" war ein Griff ins Klo, aber wenn du die anderen Bücher von Anne Hertz liest, wirst du nicht enttäuscht sein. Besonders schön fand ich "Trostpflaster" und "Wunschkonzert".

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  3. Ich sage besser nichts mehr zum 1. Abschnitt...fühle mich schon wie eine Außerirdische :-D
    Aber ich kann deine Schwierigkeiten nachvollziehen. Vor allem die Rückblende in der Vergangenheit ist wirklich nicht ganz offensichtlich!

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  4. Ach ja, die liebe Haushälterin, die habe ich auch total abgefeiert. ♥ Sie ist eine meiner liebsten Personen in diesem Buch. :)
    Als Moira versetzt wurde hatte ich auch das erste Mal Mitleid mit ihr, allerdings ist sie mir irgendwie trotzdem nicht sympathischer geworden.
    *lach* Ich glaube wir wollten uns alle nicht von Jenny verabschieden. ;)
    Bin schon gespannt, was du zu dem nächsten Abschnitt sagen wirst.
    Einen schönen Sonntag wünscht
    Kitty

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