Donnerstag, 11. April 2013

Rezension: Der verborgene Kreis von Jenni Mills

Inhalt:
Nach einem Hubschrauberabsturz, bei dem India Luftaufnahmen filmen sollte, zieht sie zurück zu ihrer Oma nach Avebury und dem alten Steinkreis.
Vor vielen Jahren hat Alexander Keiller, ein erfolgreicher Archäologe, diesen Kreis rekonstruiert. Bei seiner Arbeit vor dem zweiten Weltkrieg lernte er Frannie und ihren Freund Davey kennen.
Nun ist India dabei die Wahrheit über ihre Familie herauszufinden. Denn es scheint etwas zu geben, über das ihre Oma, Frannie, nicht reden möchte...

Meinung:
Das Buch war als "archäologischer Thriller und englische Familiengeschichte" beschrieben. Das machte mich natürlich neugierig, da ich sehr gerne Familiengeschichten lesen :)
Deshalb hatte ich doch schon gewisse Erwartungen, die nicht unbedingt erfüllt wurden.

Die Idee der Geschichte hat mir eigentlich gut gefallen und auch der Schauplatz, ein alter mysteriöser Steinkreis. Es ging viel um Archäologie, wie angekündingt, aber auch um Geschichte und das Heidentum.
Diese Passagen waren manchmal sehr langatmig und zu ausführlich.

Das Geschehen spielte einmal in der Vergangenheit kurz vom dem zweiten Weltkrieg, als Frannie ihre Geschichte erzählt und einmal aus Indias Sicht in der Gegenwart. Das fand ich eigentlich auch ganz gut, wobei die beide Erzählstränge sehr langatmige Szenen hatten und insgesamt nur sehr wenig Spannung aufgebaut wurde. Schade, da hätte man an vielen Stellen mehr rausholen können.

Mit India bin ich auch nicht so richtig warm geworden. Einerseits hatte ich schon Mitleid mit ihr, aber andererseits fand ich sie einfach unsympathisch. Ich kann noch nicht einmal wirklich sagen, warum.
Frannie war sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart eine sehr nette Person, die mir sofort sympathisch war.
Davey war für mich einfach nur doof. Er hat total offensichtliche Dinge einfach nicht wahrgenommen, aber vielleicht war das auch zu der Zeit damals so.
John, ein guter Freund von Indias Familie, erschien auch sympathisch und geheimnisvoll, vielleicht weil er so stark im Heidentum verwurzelt war.

Das Ende war seltsam und ungenügend: Es gab zwar irgendwie eine Auflösung des Geheimnisses, aber irgendwie auch nicht. Ich möchte da jetzt auch nicht drauf eingehen, weil das zu sehr spoilern würde. Teilweise war es auch sehr verworren, sodass ich fast nicht mehr mitgekommen bin.

Fazit:
Das Buch hat meine Erwartungen absoulut nicht erfüllt, was ich sehr bedauere: Die Spannung war kurz am Ende mal da, aber da war die Geschichte auch gleichzeitig sehr verworren. Die Charaktere waren in Ordnung, aber nicht wirklich super. Insgesamt sehr langatmige Phasen, die über mehrere Kapitel gingen.
Die Idee war im Grunde sehr gut, aber hätte viel besser umgesetzt sein können.
Vielleicht für Leute mit Interesse an Archäologie oder Heidentum sehr interessant, aber für mich nicht so sehr.

Vielen Dank an den Dumont Verlag zur Bereitstellung :)

Übrigens verlose ich dieses Buch zum Welttag des Buches! 
Ich hoffe, dass es euch besser gefallen wird als mir :)

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