Sonntag, 3. Februar 2013

Rezension: Herr Mozart wacht auf von Eva Baronsky

vom Aufbau-Verlag
Inhalt:
Wolfgang Amadé Mozart befindet sich zu Abend auf seinem Sterbebett und wacht am nächsten Morgen in einem ganz anderen wieder auf. Wo ist er?
Plötzlich gibt es Musik ohne Orchester, Licht ohne Kerzen, Fuhrwerke ohne Pferde. Er befindet sich im 21. Jahrhundert in Wien. Was ihn hier her verschlagen hat, weiß er nicht genau, aber er denkt, dass es mit dem unvollendeten Requiem zu tun hat, das er beenden soll.
Zusammen mit seinem Freund, dem Geiger, Piotr, dem Mädchen Anju und seiner Musik stellt er sich den Neuheiten des Jahres 2006...


Meinung:
Zuerst war ich etwas skeptisch, da ich doch noch nie etwas von diesem Buch gehört hatte. Aber Mozart in unserer Zeit? Das müsste eigentlich eine sehr lustige Geschichte sein, also begann ich.

Die Geschichte beginnt auf Mozarts Sterbebett und wird in einem Bett in Wien im Jahre 2006 fortgesetzt.
Ein sehr schöner Anfang bzw. Übergang wie ich finde, der auch gut zum Titel des Buches passt.
Anschließend wird man mit Mozarts kompletter Verwirrung konfrontiert, die durch die großen Unterschiede zwischen damals und heute hervorgerufen wird.
Langsam aber sicher findet er sich allerdings zurecht und begreift, warum er hier ist: Er soll das Requiem vollenden. Unterschlupf findet er bei einem polnischen Straßengeiger namens Piotr.

Die Idee, ein Buch darüber zu schreiben, wie der große Mozart wohl in unserer Welt klar kommen würde, finde ich wirklich toll und einmalig. Ich denke, dass sich jeder, der Klavier spielt oder Mozarts Musik mag, schon einmal irgendwie darüber nachgedacht hat, was die Komponisten von damals über unsere heutige Welt denken.

Mozart war für mich ein sehr sympathischer Charakter. Seine Verwirrungen zu Beginn waren sehr realitisch. Einzig seine Sprache war gewöhnungsbedürftig, da sie eben seiner Zeit angemessen war.
Piotr war mir auch gleich auf Anhieb sympathisch, alleine schon wegen seines offenen Herzens, dass er sich Mozart erbarmt und ihm einen Schlafplatz gibt. Seine Sprache war ein gebrochenes Deutsch, mit dem ich aber sehr gut klar gekommen bin.

An sich hat mir das Buch gut gefallen, die Charaktere waren toll und die Idee sowieso. Das Buch war an vielen Stellen voller Witz und Humor, aber oft hat es sich auch gezogen. Ich kann nicht genau sagen, woran das lag. Aber manchmal musste ich mich wirklich zum Weiterlesen überreden, weshalb ich doch etwas länger für dieses Buch gebraucht habe.
Vielleicht lag es an zu wenig Dialogen oder daran, dass sich manche Szenen etwas ähnlich waren.

Aber alles in allem, war es ein schönes Buch für zwischendurch, dass allerdings an manchen Stellen etwas langatmig war. Aber sonst hatte es nette Charaktere, eine super Idee und viel Humor.


Zitate:
"Zu Hause ist, woran man Erinnerungen hat."


Fazit:

1 Kommentar:

  1. Mhh..erinnert mich stark an "Er ist wieder da".
    Nein ich habe das Buch nicht selbst gelesen, aber es gab jemand nettes, der es mir auf einer langen Busfahrt vorgelesen hat. ;D
    <3

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