Montag, 23. Juli 2012

Rezension: Libellensommer von Antje Babendererde

Heute stelle ich euch 'Libellensommer' von Antje Babendererde vor.

Inhalt:
Jodies Vater hat vor kurzem seinen Job in der Papierfabrik verloren, weil Indianer gegen die Abholzung der Wälder protestiert haben. Da sie kein Geld haben, müssen sie in eine Sozialwohnung ziehen, wo Jodie und ihre kleine Schwester Nicci sich ein Zimmer teilen müssen.
Schon seit längerem haben Jodies Eltern Streit, bis ihr Vater eines Abends einfach geht. Beim Einschalfen träumt Jodie davon, sich in den Sommerferien mit Tim zu treffen, den sie in einer Tierschutzgruppe im Internet vor einem Jahr kennen gelernt hat. Sie schreiben sich Mails und hat das Gefühl, als würden sie sich schon ewig kennen.
Als Jodies Mutter auch noch ihren Laptop verkauft, weil sie sonst die Autoreparatur nicht bezahlen kann. Nun beschließt Jodie von zu Hause aus Thunder Bay abzuhauen und zu Tim nach Sudbury zu trampen. Von diesem Plan erzählt sie nur ihrer besten Freundin, die ihrer Familie nach einem Tag einen Brief vorbei bringen soll, damit sie sich keinen Sorgen machen.
Das Trampen läuft anfangs ganz gut, bis sie zu einem zwielichtigen Trucker steigt, vor dem sie im Wald des Nachts davon läuft. Dort trifft sie auf den Indianer Jay, der ihr hilft und sie mit auf eine wunderschöne Reise nimmt...

Meinung:
Zunächst war ich ja etwas skeptisch diesem Buch gegenüber.. Eine Indianer-Geschichte? Das hatte man irgendwie damals in der Grundschule mal gelesen. Ich muss sagen, dass ich dem Thema gegenüber auch nach Beenden des Buches noch skeptisch bin. (Ja, dieser Satz ist komisch, aber irgendwie kann ich das gerade nicht anders formulieren)
Jodie war mir zu Anfang gleich sympatisch, da sie keine leichte Situation hat. Als ihr Vater dann auch noch nicht mehr nach Hause kommt, fasst sie den Entschluss wegzulaufen. Okay, das ist vielleicht etwas überreagiert. Auch sind sonst manche Reaktionen nicht so einsichtig oder sinnvoll, aber sie treiben die Geschichte voran.
An manchen Stellen hat sich das Buch leider etwas gezogen, da es so oberflächlich vor sich hin geplätschert ist.
Jetzt könnte man wahrscheinlich meinen, dass mir das Buch nicht gefallen hat, aber das Gegenteil ist der Fall: Eben wegen der anfänglichen Skepsis und Jodies teilweisen unlogischen Reaktionen hat mir das Buch gut gefallen.
Okay, eine Liebesgeschichte mit Indianern, die nicht sonderlich tiefgründig ist. Aber es war einfach nur schön. Wahrscheinlich lag es an der Atmosphäre im Buch und der beschriebenen Umgebung. Ich kann es nicht genau sagen.
Fest steht, dass ich das Buch einfach nur schön fand!
Und ich könnte mir durchaus vorstellen, ein weiteres Buch der Autorin zu kaufen, auch wenn sie immer nur über Indianer schreibt. ;)

Zitate: 
"Es geschehen immer Dinge, mit denen man nicht gerechnet hat."
"Es hatten einen Tag gedauert, mich in ihn zu verlieben, und es würde Jahre dauern, ihn zu vergessen."
"Lachen hilft gegen vieles."
"Liebe ist nicht gleichbedeutend mit Glück."

Fazit:
Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Punkten.

1 Kommentar:

  1. Hi, ich habe es auch erst vor kurzen gelesen und ich war am Anfang auch sekeptisch gegenüber des Buches. Zwar ist das schon das zweite Indianerbuch das ich von Arena lese, aber ja.
    Das Buch ist wie du schon erwähnt hast: An manchen Stellen hat sich das Buch leider etwas gezogen, da es so oberflächlich vor sich hin geplätschert ist.
    Da stimm ich dir voll und ganz zu...und auch mir hat das Buch super gefallen. Vorallem das traurige Ende und das Happy End.
    Ach ja genau Jodie war für mich eher unsympatisch weil sie alles hundert mal wiederholt...

    LG Lisa

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